Klettersportverein Quackensturm e.V.

Sektion des Deutschen Alpenverein e.V.

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a1Besteigung des Aletschhorn
Nordostgrat vom Mittelaletschbiwak
08.09.-15.09.2007
Ein Bericht von Steffen Große

Das Aletschhorn ist mit 4.195 m der zweithöchste Gipfel der Berner Alpen. Er wird umflossen von drei großen Gletschern (Großer Aletschfirn, Mittelaletschgletscher und  Oberaletschgletscher. Der Berg gilt daher als ein ausgesprochen kalter Berg. Der Gipfel überragt sämtliche Gipfel seiner Gruppe um etwa 400 m.

In der zweiten Septemberwoche war ich mit den drei Berlinern Ingo, Erik und Dirk unterwegs im Berner Oberland. Wir hatten die Besteigung des Aletschhorns (4.195m) und als Eingehtour das Dreieckshorn (3.811m) geplant. Zuvor mussten wir aber unser Gepäck (zwischen 25 und 30 kg) von Fiesch quer über den Großen Aletschgletscher und längs über den Mittelaletschgletscher zum Mittelaletschbiwak schleppen.

Das Biwak liegt auf 3.017 m Höhe, ist eine gemütliche Hütte mit ca. 15 Schlafplätzen und super Sicht auf das Aletschhorn. Außer Wasser muss man aber alles mitbringen (Verpflegung, Kocher, Geschirr, Schlafsack). Das ist für viele vielleicht etwas abschreckend, wir fanden das super, denn wir hatten die Hütte bis auf einen Abend für uns allein. Die vielen Kilogramm Nudeln und Schokolade haben aber auch uns ganz schön geschafft, so dass wir am nächsten Tag das Dreieckhorn einfach unbestiegen ließen und dafür schön in der Sonne gesessen haben.

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Wir haben die einfachste Route zum Gipfel des Aletschhorns gewählt, den Aufstieg vom Mittelaletschbiwak. Im Führer ist die Route mit 4-5 Stunden ausgeschrieben, wir haben, allerdings als Viererseilschaft, 8 Stunden gebraucht (Abstieg 6 Stunden). Die Schwierigkeit der Tour ist mit G 3-4 (Munterer Skala) angegeben und damit kein „Latscheberg“ mehr. Anfangs geht es Richtung Norden über Geröll und den steilen Mittelaletschgletscher zum Aletschjoch (3.629 m).

Von hier nach Westen auf einem schmalen Wechtengrad, abwechselnd auch über Felsgrate. Das geht eine knappe Stunde, dann wird es einfach und man marschiert leicht bergauf Richtung Nordostgrat-Kuppe (4.086 m). Um auf die Kuppe zu kommen, mussten wir aber einen ziemlich steilen Eishang überwinden. Dies war ohne Eisgeräte etwas unangenehm. Da die Eisschrauben nicht griffen mussten wir Stufen schlagen.

Nach 6 ½ Stunden standen wir auf der Kuppe. Der Gipfel lag nun vor uns, es galt aber nochmals längere Passagen recht ausgesetzt Fels- und Firngrate entlang zu klettern. Der Gipfel war dann echt der Gipfel. Wir hatten sehr gute Sicht, Jungfrau, Mönch, Eiger, Finsteraarhorn, Mont Blanc, Mischabelgruppe, es waren alle „Größen“ der Alpen zu sehen. Eine halbe Stunde Aufenthalt am Gipfel musste reichen, schließlich lag noch ein langer Abstieg vor uns.

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Auf dem Rückweg sind wir die Eiswand umgangen und weiter südlich über die Felsen abgestiegen. Von den Felsen konnten wir eine Seillänge abseilen und befanden uns dann wieder auf der weiten Hochebene und hatten dann noch die aufgeweichten Grate und vom Joch einen steilen Abstieg über den Gletscher bis zum Biwak vor uns. Es ging aber alles gut, nach ca. 14 h waren wir, etwas dehydriert und ausgepowert, am Biwak angelangt. Die Besteigung des Dreieckhorns fiel auch am nächsten Tag aus, man konnte ja prima in der Sonne sitzen und der von Dirk mitgeschleppte Schnaps musste ja auch getrunken werden. Sicherlich, der Schweizer Bergsportler besteigt in einer Woche bestimmt 6-8 Gipfel, wir als Flachländer waren aber mit der Tour zum Aletschhorn sehr zufrieden.
Mehr Bilder und technische Details zu diesewr Tour findest Du hier!

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