Klettersportverein Quackensturm e.V.

Sektion des Deutschen Alpenverein e.V.

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Quacken auf dem Sinai
Verfasser: Jens Brand

Vom 24.01. bis 07.02.06 unternahmen Ralf Hanke und ich, mit Familien, eine Urlaubsreise auf die Sinai-Halbinsel. Der Flug ging von Berlin-Schönefeld über München nach Taba (am Golf von Akaba). Mit dem Taxi ging es vom Flughafen ins 50 km entfernte Feriencamp von Misho am Meer.
Wir wohnten in winzigen und sehr romantischen Holz/Palmenhütten direkt am Strand. Morgendliche Strandläufe kann man bis zum Horizont ausdehnen. Allerdings sollte man den leckeren Eierkuchen zum Frühstück nicht verpassen.

 

Bei Luft- und Wassertemperaturen um 20 °C hält man es mit Neoprenanzug doch recht lange beim Schnorcheln in den Korallenbänken aus.
Das Wetter war frühsommerlich.
(An windigen und bewölkten Tagen war die kurze Hose allerdings zu wenig.)
Oberhalb der Küstenstraße erheben sich die bis zu 800 m hohen Berghänge des Küstengebirges. Zugang zu den Bergen findet man gut über die vielen Wadis (Wadi-trockenes Flusstal), Schluchten und Geröllhalden. In Bereichen der (völlig trockenen) Wasserläufe ist der ansonsten stark verwitterte Granit gut kletterbar.
Vor allem die Erkundung der Felsenwelt aus buntem Sandstein ist ungemein reizvoll. Hier finden sich viele verlockende Wände mit Sandsteinqualitäten vergleichbar etwa mit dem Rathener Gebiet (Sachsen).
Wüstentouren mit dem Jeep, Wanderungen zu Fuß oder auf dem Rücken der Kamele und das Biwakieren bei den Beduinen bleiben unvergesslich.
Riesige Tafelberge mit toller Aussicht erinnern an die Entstehungsgeschichte der Sächsischen Schweiz.
Eine Ganztagskletterpartie mit alpinen Charakter auf den knapp 800 m hohen „Mt. Mc Misho“ (kolossales steiles Granitmassiv), mit Kletterstellen bis zum 5. Grad, bildete den krönenden Abschluss. (Felshaken, Friends und Keile fanden gute Verwendung.)
Alles in allem eine sehr gelungene, sehr lustige und sehr erholsame Urlaubsreise. Die Verpflegung mit landestypischen Köstlichkeiten war genial.
Keramikkurse mit ungewöhnlichen Materialien und Brenntechniken waren eine kreative Bereicherung.
Vor allem die gewaltigen Sandsteinmassive locken zu einer baldigen Wiederholung, mit möglicherweise noch mehr Kletterei. Die zwei Wochen ließen uns den Alltag und den Winter vergessen und machen Lust auf mehr.
Gesamtprädikat: Für Individualreisende im gesetzten Alter sehr zu empfehlen
Berg heil, Jens Brand

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Stand 27.07.2017

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