Klettersportverein Quackensturm e.V.

Sektion des Deutschen Alpenverein e.V.

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Skitour im Isergebirge am 24. Janauar 2009
Ein Bericht von Dirk Wiesner

Am Wochenende 24. und 25. Januar 2009 sind wir, Fechi, Maria und ich, wieder zum Skilanglauf ins Isergebirge gefahren.Startpunkt unserer Tour war erneut die Horska Chata Smedava. Als Route wählten wir den Weg über den Smrk (Tafelfichte), Heufuderbaude (Schronisko na Stogu Izerskim), Groß Iser (Izerska Hala), Orle, Klein Iser (Jizerka) und zurück zum Wittighaus (Smedava).
Die Schneehöhen im Isergebirge haben im Vergleich zu unseren letzten Besuch (vor 14 Tagen beim 50 Km Lauf des Jizerska padesatka) weiter zugenommen.

Bis ca. 1 Km vor dem Smrk war der Weg zum Gipfel mehr oder weniger gut gespurt. Am Abzweig zum Smrk gab es plötzlich keine Ski- oder Fußspur mehr. Der einzige gespurte Weg verlief in Richtung Hejnice. Aber dorthin wollten wir nicht. Da der Aufstieg zum Smrk sehr steil verläuft, schnallten wir unsere Ski ab und setzten den Weg zu Fuß fort.

 

Fechi ging als Erster, in der neuen Sportart hat er hiermit wahrscheinlich seinen 1. Vorstieg beim Skibergsteigen gemeistert. Jedenfalls bekamen wir nun eine kleine Vorahnung auf die Geschehnisse der Riesengebirgstour in wenigen Wochen. Mit letzter Kraft wurde der Anstieg gemeistert und nach einem kräftigen Schluck aus der Trinkflasche fuhren wir zum Aussichtsturm des Smrks.
Oben auf dem Gipfel herrschte starker Nebel und wie es sich für Fechi gehört, fuhr er erstmal am Aussichtsturm vorbei in Richtung Grenze. Der Turm ist bei diesen Witterungsbedingungen eine Augenweide. Aus einer Stahlkonstruktion bestehend, sind alle äußeren Teile mit langen Reifnadeln dicht überzogen. Also arktischer Glanz in 1124 m Höhe. Nach dem obligatorischen Eintrag ins Gipfelbuch fuhren wir weiter zur Heufuderbaude.
Der Weg hinüber ins Polnische war wieder gespurt. An der Heufuderbaude angekommen staunten wir nicht schlecht über die neu erbaute Kabinenseilbahn von Swieradow Zdroj (Bad Flinsberg) kommend. Die am Lift befindliche Abfahrtspiste soll ca. 2500 m lang sein. Nicht nur Skifahrer sondern viele Touristen werden nach oben befördert. Über die zerlatschten Loipen brauchten wir uns von nun an nicht mehr zu wundern.
Nach 2 Suppen, 2 Bier und 1 Tee für 11,60 Euro ging es weiter in Richtung Groß Iser. Unsere Hoffnung dem „Tourirummel“ zu entkommen, wurde belohnt mit einer der schönsten Skistrecken des Isergebirges. Zwar sind die polnischen Loipenpräparatoren nicht so emsig wie die tschechischen Kollegen, aber die Landschaft auf der Hochebene dieses Gebirges ist einfach nur genial. Von der Heufuderbaude bis nach Orle ging es leicht bergab, so dass Doppelstockschub mit purem Genuss angesagt war.
Kurze Rast legten wir in Groß Iser in der ehemaligen Schule ein, heute als Chatka Górzystów bekannt. Über den Weg von Orle über Jizerka zur Smedava wurde bereits oft berichtet und brauch somit nicht groß erwähnt werden.
Vielleicht nur soviel. In Jizerka bemühten wir uns in zahlreichen Pensionen und Hotels um eine Übernachtung. Ständig wurde unser Ansinnen durch Überbelegung der Zimmer höflich abgelehnt. So fuhren wir mit bereits eingeschalteter Stirnlampe zur Smedava. Angekommen fragten wir auch dort nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Alte Frage – gleiche Antwort - auch hier waren alle Zimmer bereits ausgebucht.
Da wir für den Worst Case vorbereitet waren -Zelt, Schlafsack und Isomatte befanden sich im Auto-, ist Fechi daraufhin zum Parkplatzwächter (früher als Horska Miliz bekannt) gegangen und ihn angefragt, ob wir mit einem Zelt auf dem Parkplatz übernachten dürfen. Bis 9.00 Uhr am nächsten Morgen wurde uns das Campen erlaubt und frohgemut dieser Nachricht ließen wir den Abend in der Smedava ordentlich ausklingen.
Wiese
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