Klettersportverein Quackensturm e.V.

Sektion des Deutschen Alpenverein e.V.

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Yosemite
Ein Bericht von Thomas Kostial

JUNI 2008
Mit einem lauten „Knack“ gibt mein Knie nach:
Selbst Michel hört das Geräusch, obwohl er 15 Meter unter mir steht und mich sichert.
Ort des Geschehens: Einsiedler, Schiefer Tod 8b, einer der schönsten Körperfresser Sachsens.
Zu Trainingszwecken klettere ich nun schon das dritte Mal diesen überhängenden Riss und komme eigentlich ganz gut klar – bis das Knie aufgibt.
Am nächsten Tag humpele ich unter Schmerzen auf Arbeit und zum Arzt. Ich rechne schon die Zeiten durch, die ich nach einer Knie-Operation zur Erholung brauche. Die Rechnung geht irgendwie nicht auf. Bis September zum Yosemite-Urlaub schaffe ich das nie!

Der Chirurg meines Vertrauens beruhigt mich und sagt mir Besserung voraus. Und richtig: Drei Tage lang bessert sich der Zustand des Knies und verharrt dann 3 Monate auf gleichem (leicht schmerzendem) Niveau.
Schon zwei Wochen nach dem Unfall kann ich jedoch mit leichten Einschränkungen wieder in Sachsen klettern. Es wird ein schöner Klettersommer, an dessen Ende schon die endlosen Risse des Yosemite verheißungsvoll grüßen!

 

TRAINING 2008

Um die endlosen Risse im Yosemite klettern zu können müssen wir natürlich zu Hause Klassiker mit Rissen trainieren. Die wichtigsten Aktionen mit Peter waren dabei:

Wolfsfalle Champagnerriss VIIc    6min von Einstieg zu Einstieg, als normale Seilschaft einschließlich regulärer Abseile

Falkenstein Renger Direkt VIIIa    16min von Einstieg zu Einstieg, simultan mit 30m-Seil, 5 Ringe als Zwischensicherungen für knapp 60 Meter Kletterei, Abstieg über Turnerweg

5 Klassiker in 3:48h  vom Einstieg Meurerturm bis Gipfel Torstein

Meurerturm Lineal                          RP IXa

Meurerturm Westwand direkt         RP IXa

Schwager Talweg                          RP IXa

Torstein Westpfeiler                      RP IXa

Torstein Nonplusultra                    RP IXc

Am gleichen Tag war natürlich noch Zeit zum Familienklettern am Falkenstein. Einen Speed-Versuch im Renger haben wir auch noch gemacht: 22min von Einstieg zu Einstieg.

„Normale Klassiker“

Friensteinwarte Nordwestrisse          VIIIc

Brosinnadel Talweg                           IXa

Freie Wand Direkte Feuerwand      RP IXc

Rokokoturm Talweg                          VIIIa

Dreifingerturm Ostrisse direkt             VIIIc

Wehlturm Superlative direkt             RP Xa

Ich kann bestätigen, dass man auch auf dem Handrücken „Hornhaut“ bekommt!

Yosemite

Zwei Ziele standen schon vor dem Abflug fest:
Peter wollte sich eine Begehung des Extrem-Klassikers Astroman am Washington Collumn abholen.
Ich wollte Peter zu einer Ein-Tages-Begehung der Nose am El Cap überreden.
Und dann warteten noch diverse Ein- und Mehrseillängenrouten mit klangvollen Namen.
Wir hatten 5 Wochen Zeit – müsste eigentlich für die zwei Routen und noch ein bisschen mehr reichen!

Yosemite Valley
Spät Abends in San Francisco gelandet, sofort mit Auto in Richtung Yosemite gestartet, irgendwo in der Sierra Nevada direkt an der Straße geschlafen fahren wir bei Morgendämmerung ins gelobte Tal ein.
Ungläubig starren wir auf die riesige 1000-Meter-Mauer des El Capitan. Da ist sie also – die bekannteste Kletterroute des Planeten – die Nose. Wir haben ja schon große und steile Wände in den Alpen gesehen, das hier übertrifft aber all unsere Erwartungen. Plötzlich überkommen mich Zweifel, ob wir wirklich ausreichend für dieses Projekt trainiert haben.

Camp 4
Endlich sind wir da. Frierend sitzen wir vor dem Kassenhäuschen des legendärsten Klettererzeltplatzes der Welt. Um 6:30 Uhr müssen wir erscheinen, um vorne in der Schlange zu sein. Ungefähr 20 Leute verlassen das Camp täglich und genauso so viele kommen auch wieder rein. Zwei Stunden später dürfen wir uns die Belehrung der Rangerin „Pinkie“ anhören, 5 Dollar pro Nacht und Nase abdrücken, und dann unser Zelt im Dreck aufstellen.
In die Toiletten haben wahrscheinlich schon John Long und John Bachar in den 70gern gepinkelt. 4 Waschbecken (auf der Männerseite) und ein Abwaschtisch sollen für offiziell 200 Kletterer reichen. Duschen sind nicht vorhanden. Willkommen im Camp IV!

Einklettern am Cookie Cliff
Viele Routen am Cookie-Cliff sind nach Keks- und Gebäcksorten benannt. Die knallharten Yosemite-Kletterer der 70er Jahre hatten also auch Sinn für Humor!

Erste große Wand: Rostrum Regular North Face 5.11c leicht (9b)
Für den Einstieg in lange Wände ist diese Tour die Beste. Risse und Verschneidungen, die sich erst mit steigender Höhe immer mehr verschärfen. Die Fingerriss-Schlüsselseillänge geht erstaunlich gut. Irgendwann kommt als böse Überraschung ein Offwith-Schulterriss der ziemlich schlecht abzusichern ist. In der vorletzten Seillänge kann man zwischen seinen Füßen noch mal den Einstieg sehen. Ein würdiger Abschluss einer besonderen Tour.

Peters Traumtour: Astroman 5.11c schwer (9b/c)
Die Route wurde original von Warren Harding als SO-Wand im Big-Wall-Stil erstbegangen und nach der freien Begehung von John Long, Ron Kauk und John Bachar zu einem Lied von Jimi Hendrix umbenannt. Weitere Infos zur Route unter www.bergsteiger-channel.de

Zeitiges Aufstehen sichert die besten Plätze. Peter hat Geburtstag, dafür darf er alle wichtigen Seillängen vorsteigen. Weil wir wissen, dass diese Tour sehr beliebt ist wird natürlich in der Dunkelheit (6:00 Uhr) mit Klettern angefangen. Die erste schwere 9b-Länge muss Peter noch mit Stirnlampe beginnen. Mit viel Schnaufen und komplett dicken Armen erreicht er den Stand.
Sein On-Sight-Fluss wird erst durch die schlimmste aller Seillängen gebremst: dem Harding-Slot. Nach einer schweren 9b-Hangelverschneidung geht es ab in einen engen glatten Kamin. Auf Anraten einiger anderer „Gebietskenner“ hat er auch noch viel zu wenig Material zum Sichern mit. Er muss einige Friends mitschieben. Irgendwann steckt er fest. Es geht beim besten Willen nicht mehr vorwärts. Vorsichtiges Zurückrutschen ist angesagt. Mit Yoga-Verrenkungen zieht er seine Trainingsjacke aus und schiebt sich nur mit Shirt durch die Engstellen. Ich darf nun auch durch diesen Schlot. Den Rucksack an einer langen Schlinge am Gurt anbinden -  das wird schon funktionieren. Letztlich bin auch ich mit meinen Kaminkletterkünsten am Ende. Das Stück Fels ist einfach zu eng und glatt. Als Nachsteiger kann ich irgendwann rausqueren und die runde Kaminkante anhangeln. Knapp über eine Stunde kostet uns das ganze Spektakel. Danach sind wir ausgequetscht und durstig.
Es geht aber noch endlose, gigantische Risslängen weiter. Als Krönung kommt noch die letzte Länge. Harte 8c-Kletterei mit 2 uralten Normalhaken und fixen Copperheads abgesichert – ich bin froh, dass ich diese Länge nur nachsteigen brauche
Nose
Wir können uns dem Bann der Riesenwand nicht entziehen. Jedes Mal, wenn wir daran vorbeifahren – und das tun wir oft, halten wir an und beobachten mit Fernglas die Seilschaften in den Touren. Seit unserer Ankunft hängen aber täglich mindestens sechs Seilschaften in der Nose. Aufgereiht wie eine Perlenkette arbeiten sie sich tagsüber langsam empor und bilden nach der Dämmerung eine Girlande aus Stirnlampen.
Wie wir bei einer Eintagesbegehung all diese Seilschaften überholen sollen, ist uns überhaupt noch nicht klar. Wir wollen aber wenigstens herausbekommen, ob uns die Tour liegt, und wie schnell wir darin sind. Dafür machen wir eine Begehung des unteren Teils bis zum Dolt-Tower.

Vorbereitungstour Nose
11 Seillängen bis Dolt-Tower, Abseilen 8x50Meter
Start in der Morgendämmerung
Bis zur Sickle Ledge schaffen wir es in knapp zwei Stunden.
In der Mitte der Stoveleg-Cracks werden wir von einer israelischen Seilschaft für eine Stunde ausgebremst. Wir müssen unter dem regulären Stand nur an Friends unseren eigenen Stand aufbauen. Dämlicherweise ist das auch noch ein richtiger Hängestand. Der Vorsteiger der Israelis arbeitet sich eine geschlagene Stunde technisch mit allen Tricks und einer Menge Klemmgeräten einen perfekten 7c-Handriss hinauf. Danach dürfen wir parallel überholen und müssen auch gleich noch ein Stück simultan weiterklettern, weil der nächste Stand ja schon besetzt ist.
Die 100 Meter lange Risslinie der Stovelegs endet mit einer Faustrisslänge direkt auf dem Dolt Tower.

Nach einer kurzen Pause geht es schon ans Abseilen!
Schon bei der ersten Abseile verhängt sich unser Seil beim Abziehen. Nun sitzen wir 50 Meter unterm Dolt-Tower und warten darauf, dass der Israeli den Dolt-Tower erreicht und unser Seil freimacht. Es hatte sich nicht um einen Block verklemmt, sondern durch das Krangeln beim Abziehen hatte sich ein perfekter Achter-Knoten ins Seil gebunden, der immer fester wurde je mehr man am Seil zog.
Die nächsten Abseilen werden vorsichtiger angegangen. Vor allem weil ein starker Wind die Seile immer wieder weit weg um die nächsten Kanten weht. So können wir auch keine Sicherheitsknoten in die Enden machen. Wenn diese sich in irgendwelchen Rissen verklemmen, bekommen wir richtige Probleme!
In den untersten drei Abseillängen gibt es endlich keinen Wind mehr! Und am Einstieg brütet die Sonne wie im Hochsommer!

Fazit der ganzen Aktion: 400 Meter in ca. 5:30 Stunden gemacht. Nach ein bisschen Rechnen und Schätzen beschließen wir, dass die Nose für uns in ca. 18 Stunden zu machen ist.
Als ein paar Tage später Frank und Jule aus Dresden eine Eintages-Begehung der Nose schaffen, wissen wir, dass es auch für uns wirklich möglich ist.

Nose – Der Tag

Taktik
• Um bei 18 Stunden Kletterzeit noch bei Tageslicht auf den Gipfel zu kommen starten wir um Mitternacht. Gegen 18:00 Uhr wollen wir den Gipfel erreichen, dann über die East-Ledges absteigen und abseilen.
• Der zeitige Start hat den Vorteil, dass wir biwakierende Seilschaften auf der Sickle-Ledge und am Dolt-Tower noch in der Dunkelheit überholen können
• Der Nachsteiger darf nicht klettern, sondern muss alles an Steigklemmen (Jumars) hinterher kommen. Das spart Kraft und Zeit.
• Wir werden nicht in Wechselführung, sondern in Blocks klettern. Einer von uns ist für 4-8 Seillängen immer Vorsteiger. Dann wird getauscht. Der Nachsteiger sammelt die Sicherungen ein und bleibt dabei im Jumar-Modus. Es entfällt viel lästige Umbauerei am Stand.

Material
• 1 Seil 60 Meter
• 22 Friends von Micro (0,3) bis groß (Camalot 4)
• 10 Expressschlingen
• 6 freie Karabiner
• ca. 10 schmale Keile
• 6 lange Schlingen
• Abseil-8ten
• Jumar-Set für den Nachsteiger
• Helme - man weiß ja nie, was einem um die Ohren fliegt
• 1 Paar Kletterschuhe zusätzlich für Peter
• 1 Paar Sportschuhe für den Nachsteiger - man kann in Kletterschuhen nicht jumarn

Gepäck im 30-Liter Rucksack für den Nachsteiger, ca. 10 kg schwer
• 1 Zwillingsseil 50 Meter – für einen eventuellen Rückzug
• 6 Flaschen Wasser á 1 Liter – ganz schön knapp
• 8 Käse-Wurst-Tortillas
• 6 Riegel
• Fotoapparat

Bekleidung
• Halblange Kletterhosen
• Zwei lange Shirts übereinander
• Regenjacken passen nicht mehr in den Rucksack, außerdem ist für die nächsten 3 Tage gutes Wetter vorhergesagt
• Für warme Sachen ist auch kein Platz
 
NOSE - DIE BEGEHUNG

23:15 Uhr auf den Vorbau zum Einstieg
Eine heikle Passage: 60 Meter Solo-Kletterei im 2.-3. Grad in Dunkelheit mit Rucksack. Da sollte man sich keine Fehler erlauben.

Start: 23:45 Uhr
1. Block Peter: 4 Längen bis zur Sickle-Ledge
Im Tal ist es absolut ruhig. Nur 600 Meter über uns sieht man immer noch die Stirnlampen einer Seilschaft. Es wird also noch in der Wand gearbeitet! Für uns geht es zügig über den immer noch warmen Fels nach oben. Während ich an den Steigklemmen hinterherkomme braucht Peter nicht zu sichern und genießt an jedem Stand für zehn Minuten die Nachtstimmung.

2. Block: 2 Längen Zwischenspiel für Thomas
Vom Sickle-Ledge bis Dolt-Hole einschließlich großem Pendler
Leichtes Gelände führt auf dem breiten Band rechts ansteigend in steileres Gelände. Ein großer Schreck durchfährt mich, als einige Griffe plötzlich aus Kröten bestehen, die genauso am Rumklettern sind wie wir. Vom nächsten Stand an gibt es einige Pendler um in den nächsten Riss zu kommen. Weil Peter als Nachsteiger gleich in den übernächsten Riss weiterpendeln soll und dann noch schweres Gelände erwartet, starte ich diesmal mit Rucksack den Vorstieg. Als „Ausgleich“ nehme ich nur drei Friends mit zur Sicherung.
Also los. 15 Meter Ablassen, wie irre durch die Nacht pendeln, um rechts den Riss zu erreichen. Die nächsten 30 Meter fürchte ich mich mit zu wenig Sicherung im 7b-Gelände zum Stand. Der 10-Kilo-Rucksack zieht auch ganz schön nach unten.

3. Block 7 SL für Peter
Stoveleg-cracks bis Jardine-Traverse
Peter pendelt im Nachstieg bis zu den Stoveleg-Cracks. Er hat dann 150 Meter Hand und Faustrisse vor sich. Ich darf mich an den Ständen derweil von Fledermäusen begutachten lassen und klappere jede Länge mit den Jumars hinterher. Auf dem Dolt-Tower beginnt es zu dämmern. Dort gibt es die erste kurze Rast nach 7 Stunden Kletterei. Der nächste Riss beginnt 10 Meter rechts und 5 Meter unterhalb von uns und zieht dann 50 Meter hoch. Peter verzichtet bei dieser Linienführung für die nächsten 30 Meter auf Sicherung. Er schiebt gelegentlich einen Friend mit. Trotzdem kommt das Seil für mich von schräg rechts und so gibt es beim Start des Nachstieges wieder einen riesigen Pendler.

4. Block 7 SL für Thomas
Start in der Jardine-Traverse; Ende unterm Great Roof
In der Traverse wurden in den 70gern von Ray Jardine Griffe geschlagen, damit man diese Stelle frei klettern kann. Das fand natürlich überhaupt keinen Anklang in der klassischen Klettergemeinde des Valleys. Heute dient diese „Bohrhakenleiter“ als schnelle Variante um Seilschaften im King-Swing zu überholen. Leicht ist sie trotzdem nicht, frei geklettert immerhin noch 10a. Ich schaffe es technisch mit meinen langen Armen und Leitern gerade so von Haken zu Haken. Die geschlagenen Griffe kann ich kaum erkennen. Die nächsten Längen danach sind meist Freikletterei mit einigen Techno-Einlagen. Relativ moderat geht die Kletterei am Camp 4 vorbei bis unters Great Roof.
 

5. Block 10 SL für Peter
Start mit dem Great Roof, Ende mit der Bohrhakenleiter zum Ausstieg
Peter ist nach dem vielen Nachgesteige heiß auf das Große Dach. Trotzdem braucht er 40 Minuten für die knapp 50 Meter. Für mich sind die letzten Meter das schwierigste. Der Stand ist zehn Meter rechts von mir. Beim Queren steht man in jeder Sicherung (Mikrofriend, Keil oder rostiger Haken) und muss diese dann auch noch Ausbauen, ohne einen großen Pendler nach rechts zu schlagen.
Nach dem Great Roof wähnt man sich schon auf der Zielgeraden, es sind aber noch 9-10 Seillängen zum Gipfel. Komischerweise werden die Risse auch nicht leichter. Am Anfang wird noch frei geklettert (Pancake- Flake 8c). Dann geht es in einem Mix aus freier und technischer Kletterei an weiteren berühmten Punkten der Route vorbei:
• Camp 5
Die meisten Seilschaften schlafen hier in der 2. oder 3. Nacht
• Glowering- Spot
Ein Absatz für zwei Personen mit „Beine-ins-Tal-Baumeln-Garantie“ und grandiosem Ausblick
• Camp 6
Ein riesiger Absatz mit einem Haufen Müll in den umliegenden Rissen – die letzte Schlafmöglichkeit in der Wand
• Changing Corners
Eine Monster-Seillänge mit einer langen messerscharfen Kante, um die das Seil definitiv herum muss. Die Kante ist zwar mit Tape abgeklebt, Peter hat trotzdem berechtigte Angst, dass ich das Seil mit den gleichmäßigen Hin-und-her-Bewegungen beim Jümarn durchscheuere.

Am Ende der Changing-Corners kommt ein mieser Hängestand in glatter Wand. Die Dämmerung kommt auch – nicht überraschend aber mit viel Dunkelheit. Die letzten vier Längen dürfen wir also wieder mit Stirnlampe klettern.
Peter ergaunert sich mit einem miesen Trick meine Turnschuhe zum Vorsteigen: Vom vielen Leiternklettern schmerzen seine Füße in den Kletterschuhen zu stark. Um nicht Vorsteigen zu müssen gebe ich meine Turnschuhe natürlich sofort ab.
Selbst die letzte Länge, eine 40 Meter lange, überhängende- Bohrhakenleiter verlangt uns noch alles ab.
Vom vielen Sichern und „im Gurt Hängen“ ist meine Hüfte schon aufgescheuert – aber der Gipfel ist nahe. Außerdem ist der Rucksack jetzt 6 Kilo leichter – Das Wasser ist aufgebraucht.

Am Ausstieg: 22:15 Uhr
Um 22:15 Uhr steigen wir am El-Cap-Tree dem offiziellen Ende der Route aus der Wand aus. Die letzte leichte Länge führt mich nach 30 Metern direkt zu einem Absatz, auf dem drei Gallonen Wasser geduldig auf uns warten. Tino und Lisa aus Dresden sind zwei Stunden vor uns aus der Route ausgestiegen und haben uns ihre überflüssigen Wasservorräte überlassen.

Der Abstieg
Wie wir mit einem Paar Turnschuhen in totaler Dunkelheit wieder von dem großen Stein ins Tal heruntergekommen sind könnt ihr euch selber ausmalen. Hier nur die Eckdaten:
• East- Ledges- Abstieg für die Abseile nicht gefunden
• Beide Bergfahrtteilnehmer bei der Wegsuche in ein Wespennest gelatscht
• Um 24:00 Uhr den Wanderabstieg begonnen (angepeilte 4 Stunden ins Camp 4)
• Abzweig ins Valley verpasst - in falsches Tal abgestiegen.
• Um 05:00 Uhr Morgens bekamen wir auf einem Wilderness- Camp weit ab vom Schuss einen heißen Tee und einen Schlafplatz mit Decke in einem Automobil
• 07:00 Uhr wurden wir netterweise zur nächsten Straße gebracht
• 09:00 Uhr nach einer Tramp-Tour auf dem Camp 4 eingetroffen und sofort eingeschlafen

Aktuelle Mitgliederzahl
Stand 27.07.2017

451

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