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Grüße zum Jahreswechsel

„Im neuen Jahr wird alles besser!“ …oder doch besser ein „?“ hinter dieser allzu oft in diesen Tagen strapazierten Floskel? Sicher ist nur, dass eben dies niemand so genau weiß! War denn 2020 wirklich so schlecht, das 2021 unbedingt besser werden muss? Sicher, 2020 war schon ein etwas anderes Jahr, aber schlecht? Die Konfrontation mit dem leidigen Virus beherrschte oft unser Tun und Denken, ließ aber allen die es wollten und konnten noch genügend Freiräume zum Ausleben der persönlichen Interessen. Den Bergsommer 2020 gab es doch auch! Es war sogar ein sehr schöner! Er fand für uns nur eben nicht in fernen Gebirgen statt. Die Alpen und vor allem die heimischen Mittelgebirge waren die bevorzugten Ziele. Brauchte es nun aber diesen, die Städte leerfegenden Virus, um uns auf das zu besinnen, was mehr oder weniger vor unserer Haustür liegt? Im Prinzip schon! Wir Menschen wurden damit gnadenlos darauf gestoßen, dass sich etwas ändern muss, dass umgedacht werden muss! Es steht viel auf dem Spiel für unseren doch arg gebeutelten Planeten und vieles davon ist menschengemacht. Jeder für sich kann also seine Lehren aus der Lektion 2020 extrahieren und wird, zusammengefasst mit vielen schönen eigenen Erlebnissen dieses Jahres, zu dem Schluss kommen, das 2020 dann doch ein gutes Jahr war. Wird das 2020 Gelernte konsequent im neuen Jahr umgesetzt, die Lernfähigkeit noch verstärkt, dann wird 2021 gaaaanz gewiss ein auch besseres Jahr!

Habt alle ein schönes Weihnachtsfest, einen gemütlichen Jahreswechsel und ein sortierteres, stabileres, sorgenfreies, glückliches und gesundes neues Jahr!

Weitermachen, weiterlachen, weiterwandern, weiterklettern, weiterbiken…!

Euer Vorstand

jahreswechsel2021

e1Endlich Sandstein
Verfasser: Matthias Bölke

Endlich mal wieder Sachsen, endlich mal wieder ein richtiger Sachsengipfel.
Mittlerweile ist es auch in Sachsen zur Gewohnheit geworden, das im Toprope geklettert wird.

Wenn man selber Schieß hat schwerere Routen vorzusteigen, muss man sich gezwungener Maßen der „Elite“ anschließen, die da bewiesener Weise die stärkeren Nerven gegenüber der spartanischen sächsischen Absicherung hat.

Leider werden dann die meisten Routen nicht ausgestiegen sondern nach den schweren Stellen zum Abseilen umgelenkt oder es werden für uns „Luser“ mal schnell ein Paar Seile eingehängt.  Nicht so dieses Wochenende. Rico der zur ehemals Cottbuser Elite gehörenden Kletterer ( mittlerweile zwischen Berlin und Stuttgart pendelnd )  war nämlich derer die auf den Gipfel wollten, aber zu den Luser gehörenden in der Minderheit und wurde überredet die Route bis auf den Gipfel auszusteigen.

e2Grund hierfür war, das sich die Route an einer der Spektakulären Gipfel mit Grandioser Aussicht auf das Elbsandstein befand. Im unmittelbaren Umkreis von Bloßstock ( dem höchsten Freistehenden Gipfel in Sachsen ) und der Brosinnadel zum Greifen nah, ging es auf der Route „ Schmied und Geselle“ 7b** in ausgesetzter Reibungskletterer mit anständig Luft unter dem Allerwertesten vorbei an 4 Ringen zum Gipfel. Die Kletterei und die anschließende Aussicht waren einfach nur geil. An dieser Stelle ein Dank  an Rico.

e3Nach langem Verweilen auf dem Gipfel und dem Genießen der Aussicht probierten wir uns nach dem Abseilen noch an  einer VIIIa*, RP VIIIb. (Heißes Eisen ) Das war es dann auch im wahrsten Sinne des Wortes. Absolut glatte Wand und Reibung vom feinsten. Nach dem wir uns in der ersten Hälfte erfolgreich bis zum Absatz gekämpft haben, war dann in der zweiten Hälfte absolute Sense. Lochkletterei an einer ein wenig überhängenden Wand, wobei ich mit Löcher natürlich nicht irgendwelche Riesen Dinger meine, sondern Fingerkuppenlöcher. Also null Chance für uns Luser, e6selbst im Toprope war hier für uns nichts mehr zu machen. Wie es dann die Freaks machen, konnten wir dann noch bei Sachsen Jungstars beobachten, welche sich dann eine Neuner Route nach der anderen reinzogen. Na ja klettern soll ja auch noch Spassss machen und nicht in Arbeit ausarten. Außerdem, umgelenkt wurde wieder unter dem Gipfel, also hielt sich unser Neid so ziemlich in Grenzen.
Na habt Ihr endlich erraten um welchen Gipfel es sich handelt?????
Amboß, heißt das Gute Stück, in einer halben Stunde Fußmarsch durch den nassen Grund im Kirnitschtal zu erreichen. Wer mehr dazu wissen möchte, Kletterführer von Herrn Rölke besorgen, Seite 127 aufschlagen und losklettern. Es gibt auch eine Route von Oliver Perry Smith „ Alter Weg“ IV* und wie sollte es anders sein, ein Riss. Wer den machen will, sollte glaube etwas schwerer klettern können. Mit IV ist er meiner Meinung nach etwas unterbewertet und das Sternchen reißt da auch nicht mehr viel raus. 

Berg Heil „ Euer Gipfelstürmer“
Spinne

Fotos Matthias Bölke ( Spinne ) und Elke Krönert