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Grüße zum Jahreswechsel

„Im neuen Jahr wird alles besser!“ …oder doch besser ein „?“ hinter dieser allzu oft in diesen Tagen strapazierten Floskel? Sicher ist nur, dass eben dies niemand so genau weiß! War denn 2020 wirklich so schlecht, das 2021 unbedingt besser werden muss? Sicher, 2020 war schon ein etwas anderes Jahr, aber schlecht? Die Konfrontation mit dem leidigen Virus beherrschte oft unser Tun und Denken, ließ aber allen die es wollten und konnten noch genügend Freiräume zum Ausleben der persönlichen Interessen. Den Bergsommer 2020 gab es doch auch! Es war sogar ein sehr schöner! Er fand für uns nur eben nicht in fernen Gebirgen statt. Die Alpen und vor allem die heimischen Mittelgebirge waren die bevorzugten Ziele. Brauchte es nun aber diesen, die Städte leerfegenden Virus, um uns auf das zu besinnen, was mehr oder weniger vor unserer Haustür liegt? Im Prinzip schon! Wir Menschen wurden damit gnadenlos darauf gestoßen, dass sich etwas ändern muss, dass umgedacht werden muss! Es steht viel auf dem Spiel für unseren doch arg gebeutelten Planeten und vieles davon ist menschengemacht. Jeder für sich kann also seine Lehren aus der Lektion 2020 extrahieren und wird, zusammengefasst mit vielen schönen eigenen Erlebnissen dieses Jahres, zu dem Schluss kommen, das 2020 dann doch ein gutes Jahr war. Wird das 2020 Gelernte konsequent im neuen Jahr umgesetzt, die Lernfähigkeit noch verstärkt, dann wird 2021 gaaaanz gewiss ein auch besseres Jahr!

Habt alle ein schönes Weihnachtsfest, einen gemütlichen Jahreswechsel und ein sortierteres, stabileres, sorgenfreies, glückliches und gesundes neues Jahr!

Weitermachen, weiterlachen, weiterwandern, weiterklettern, weiterbiken…!

Euer Vorstand

jahreswechsel2021

Isergebirgs-Skilauf (tschechisch: Jizerská padesátka)

Erstmals ist - nach unserer Kenntnis - am 13.01.2008 ein Quackenstürmer unter dem Namen unseres Vereins bei einem Skiwettrennen gestartet. Und hat uns hervorragend vertreten! Glückwunsch an DIRK WIESNER!
Hier ist sein Bericht:

Am 13. Januar 2008 nahm ich erstmals am Isergebirgsskilanglauf (tschechisch: Jizerská padesátka) in Tschechien teil.
Die Veranstaltung gehört zu den 14 wichtigsten Volkslanglaufrennen in der Welt, die als Worldloppet- Serie unter dem Dach des gleichnamigen Skiverbandes ausgetragen werden. Zu diesen Skimarathons gehören auch der Wasalauf und der Marcialonga, die als die beiden größten Hits der Serie gelten.
Ursprünglich soll die Skitour als Testlauf zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Bergsteiger von TJ Lokomotiva Liberec Ende der sechziger Jahre entstanden sein, welche sich so auf die Expeditionen ins Hochgebirge vorbereiteten.
Auf Grund meiner noch sehr jungen Erfahrungen in dieser Sportart interessierte ich mich für das 25 Km- Rennen an. Die Königsklasse in der 50 Km Distanz erschien mir noch zu mächtig. Noch im alten Jahr, unter der Homepage des Veranstalters http://www.jiz50.cz, konnte ich mich problemlos online anmelden. Start und Zielort der jeweiligen Läufe ist Bedřichov – wohl der bekannteste Wintersportort im Isergebirge. Bei über 4.000 gemeldeten Startern ist die Übernachtung vor Ort ein Problem.
Ich hatte Glück und fand Aufnahme bei guten Freunden (Big Fechis Family), welche zu diesem Zeitpunkt im Nachbarort Urlaub machten. Am Tag des Rennens sollte ich von Fechi mit dem Pkw nach Bedřichov chauffiert werden, jedoch hinderte uns eine Straßenabsperrung inklusive Polizeiaufsicht daran. So musste ich kurz entschlossen, so schnell als möglich, in den noch verbliebenen 50 Minuten bis zum Start die restlichen 5 Km zu Fuß bewältigen. Pünktlich um10.20 Uhr erreichte ich den Startbereich des Skistadions in Bedřichov.
Den Start als solcher nahm ich wie die Maueröffnung 1989 in Berlin wahr. Nach dem Öffnen der Startore stürmten die Teilnehmer mit den Skiern in der Hand auf die Loipen, schnallten sich in windes Eile die Selben unter die Füße und los ging es los. Ich befand mich im hinteren Teil des Feldes, weil ich als einer der Letzten kam und auch nicht wusste wie es im Anfangsstadium eines Laufes zugeht.
Wie bereits öfters auf der Autobahn erlebt, beobachtete ich folgende Situation. Aus dem weiten Stadionbereich mündete dieser in eine 3- spurige Loipe über und das bedeutete Stau. Erst bei Nova Louka, 3 bis 4 Km nach dem Start, hatte man ein wenig Platz zum fahren. Wie viel Zeit dabei verloren ging weiß ich nicht und machte mir darüber zunächst keine Gedanken.
Es schien die Sonne, die Strecke war herrlich präpariert und die Schneeverhältnisse waren nahezu optimal, so dass man mit Wachsproblemen nicht konfrontiert wurde. Die Strecke verlief weiter am Stausee Josefüv Dül vorbei nach Kristianov, Hrebinek zurück über Nova Louka nach Bedřichov. Das Streckenprofil war hüglig und stellte bis mit Ausnahme einer Passage in der es ca. 4 Km ständig bergauf ging, keine besonders hohen physischen Anforderungen. Lediglich bei den teilweise rasanten Abfahrten, besonders kurz vor Hrebinek, musste man, bedingt durch die vielen Läufer, auf der Hut sein und fahrerisches Können beweisen. Einen unmittelbar vor mir stürzenden Läufer konnte ich nur noch in letzter Sekunde über eine Schneewehe am Wegesrand ausweichen. Ansonsten sind mir noch einige übermotivierte Starter vom 50 Km Rennen an der Abfahrt vor Hrebinek unangenehm aufgefallen, die in atemberaubender Geschwindigkeit ohne Rücksicht auf Verluste auch mit Einsatz der Ellenbogen an mir und den übrigen Läufern vorbei rasten. Vielleicht ging es bei denen nicht nur um Weltcuppunkte.
Auf den 2 Verpflegungsstellen unterwegs gab es zwar kein Bier und kein Schweinebraten mit Knödel, wie auf den Bauden gewöhnt, aber an Unzuckerung oder Dehydrierung brauchte ich mir dennoch keine Sorgen machen.
Kurz nach Ankunft im Ziel stellte ich am Zeitmesser fest, dass ich für diesen Lauf  2 Stunden und 14 Minuten benötigte. In der übergroßen Freude über die Zeit für meinen ersten Skilanglauf unter Wettkampfbedingungen vergaß ich jedoch meine Freunde nicht, die mich tapfer am Streckenrand unterwegs und im Ziel lautstark anfeuerten. Bei einer Runde Budweiser im Pappbecher haben wir auf diesen Tag gemeinsam angestoßen. Vielleicht sind im nächsten Jahr mehrere Quackenstürmer am Start?