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Grüße zum Jahreswechsel

„Im neuen Jahr wird alles besser!“ …oder doch besser ein „?“ hinter dieser allzu oft in diesen Tagen strapazierten Floskel? Sicher ist nur, dass eben dies niemand so genau weiß! War denn 2020 wirklich so schlecht, das 2021 unbedingt besser werden muss? Sicher, 2020 war schon ein etwas anderes Jahr, aber schlecht? Die Konfrontation mit dem leidigen Virus beherrschte oft unser Tun und Denken, ließ aber allen die es wollten und konnten noch genügend Freiräume zum Ausleben der persönlichen Interessen. Den Bergsommer 2020 gab es doch auch! Es war sogar ein sehr schöner! Er fand für uns nur eben nicht in fernen Gebirgen statt. Die Alpen und vor allem die heimischen Mittelgebirge waren die bevorzugten Ziele. Brauchte es nun aber diesen, die Städte leerfegenden Virus, um uns auf das zu besinnen, was mehr oder weniger vor unserer Haustür liegt? Im Prinzip schon! Wir Menschen wurden damit gnadenlos darauf gestoßen, dass sich etwas ändern muss, dass umgedacht werden muss! Es steht viel auf dem Spiel für unseren doch arg gebeutelten Planeten und vieles davon ist menschengemacht. Jeder für sich kann also seine Lehren aus der Lektion 2020 extrahieren und wird, zusammengefasst mit vielen schönen eigenen Erlebnissen dieses Jahres, zu dem Schluss kommen, das 2020 dann doch ein gutes Jahr war. Wird das 2020 Gelernte konsequent im neuen Jahr umgesetzt, die Lernfähigkeit noch verstärkt, dann wird 2021 gaaaanz gewiss ein auch besseres Jahr!

Habt alle ein schönes Weihnachtsfest, einen gemütlichen Jahreswechsel und ein sortierteres, stabileres, sorgenfreies, glückliches und gesundes neues Jahr!

Weitermachen, weiterlachen, weiterwandern, weiterklettern, weiterbiken…!

Euer Vorstand

jahreswechsel2021

Anpaddeln im Oktober 2007 auf der Spree
Ein Bericht von Dirk Wiesner

Am Wochenende vor dem Reformationstag begann unsere Paddeltour auf der Spree von Cottbus bis zum Schwielochsee. Nach 25 Jahren Pause fuhren wir, mein Kumpel Fechi und ich, erneut die Strecke. 14 Tage zuvor kauften wir im Gipfelstürmer in Cottbus (www.gipfelstuermer-cottbus.de) ein entsprechendes Wanderkajak der Firma Prijon – „Excursion“. Robuster Bootskörper, hohe Kippstabilität und viel Stauraum für das Gepäck waren unsere wichtigsten Entscheidungskriterien.

Am Samstag ging es endlich los. Nördlich von Cottbus brachten wir unser Boot zu Wasser, beluden es mit der notwendigen Ausrüstung und Proviant und unsere Fahrt konnte nun endlich beginnen. In angespannter Erwartung der zu befahrenden Sohlschwellen befestigte ich, vorne sitzend, den Wasserwanderatlas auf dem Boot und hatte somit ständig die Übersicht wann und welche Gewässerhindernisse zu erwarten waren. An den jeweiligen Sohlschwellen angekommen, stiegen wir vorher aus dem Boot aus, genauso wie vor 25 Jahren, und studierten vom Ufer aus das Strömungsbild. Wieder im Boot sitzend paddelten wir kräftig, den Kurs vor Augen, die Staustufen herunter. Es klappte alles so wie früher, auch das komische Gefühl in der Magengegend war auf einmal vorhanden.

 

Plötzlich, in der Nähe von Dissen war die Spree an 2 Stellen einfach zugeschüttet und inmitten dieses Dammes floss Wasser der Spree durch zahlreiche Stahlrohre hindurch. Im Tourenatlas waren diese Hindernisse nicht eingezeichnet.
Hatten wir noch beim ersten Mal Glück gehabt und konnten bequem das Boot anlanden, herumtragen und wieder einsetzen, so war an der zweiten Sperre Feierabend. Rechts und links dichter Schilfgürtel – und keine freie Sicht. Der aufgeschüttete Damm mit den eingelassenen Stahlrohren kam immer näher auf uns zu. Wo kann man hier aussteigen? Im letzten Moment erkannten wir auf der linken Seite eine Möglichkeit mit dem Kajak ans Ufer zu kommen. Schnell steuerten wir auf diese Stelle.
Zu spät! Fechi’s letztes Kommando, dass ich vernahm: „Das Boot mit den Paddeln von den Rohren ....“
In Bruchteilen von Sekunden kippte das Boot, Fechis Worte gingen im Gurgeln und Glucksen der Spree unter, und wir hatten unsere erste Taufe. Kopfunter im Wasser ging es dann ziemlich schnell - heraus aus den Sitzen, festen Stand unter die Füße bekommen, Boot festhalten, auftauchen und sofort Ausschau nach vermeintlichem Treibgut halten. Diesen Bewegungsablauf meisterten wir nahezu synchron, erlebten wir 1982 am Madlower Wehr ein ähnliches Missgeschick. Damals sind wir in einem Faltboot das Wehr hinunter gefahren mit dem oben beschriebenen Ausgang.
Aber wofür hat dieses Kajak seine volle Punktzahl in der Kippstabilität erhalten? Es blieb zunächst keine Zeit darüber nachzudenken. Brusttief standen wir beide neben  unserem Boot inmitten der Spree und sahen zu, dass wir so schnell als möglich mit dem Kajak das Ufer erreichten. Bis auf mein Fotoapparat, welcher um meinen Hals hing, blieben alle Ausrüstungsgegenstände wie Wechselkleidung, Schlafsäcke, Zelt etc. in ihren Packsäcken und Bootsluken trocken. Bevor wir die Reise auf der anderen Seite des aufgeschütteten Dammes fortsetzten wurde das Wasser aus dem Boot entleert.

Das Wechseln unserer durchnässten Kleidung ließen wir sein, weil wir die große Sohlschwelle bei Fehrow noch vor uns hatten und glaubten, dass es dort ebenso gefährlich werden könnte. Die als große Wasserwalze im Gewässerwanderatlas beschriebene Sohlschwelle, hatten wir noch von unserer damaligen Tour sehr gut in Erinnerung. Mit unseren feuchten und kalten Sachen am Körper war uns zwar nicht wohl, aber Fechi hatte hierfür eine entsprechende Stimulans dabei. Chivas Regal  - ein 18 Jahre alter Single Malt Whisky war in unserer Situation zur rechten Zeit am richtigen Ort.
Die kommenden Sohlschwellen einschließlich der gefürchteten Wasserwalze bei Fehrow entpuppten sich aber als Enttäuschung und bis nach Burg gab es keine nennenswerten Erlebnisse. Wir paddelten also durch bis zu unserem Tagesziel. In Burg suchten wir uns eine Ferienwohnung. Die nassen Sachen konnten somit optimal trocknen. Von guten Freunden eingeladen, ließen wir den ersten Tag beim Schlachtetest im Deutschen Haus ausklingen.

Über die Etappen Petkampsberg, Neuendorfer See erreichten wir 3 Tage später, wie geplant den Schwielochsee. In dieser Zeit erlebten wir insbesondere den Spreewald als ruhige und beschauliche Naturkulisse.

Was uns jedoch in diesen Tagen auffiel war die Tatsache, dass bereits viele Gaststätten bzw. Restaurants ihre „Winterruhe“ angetreten haben. Schade eigentlich!